
Heinz Hasselbach www.piqs.de
„Wem soll ich etwas vom Bäcker mitbringen?“ Die Frage des Kollegen ist nett gemeint, aber statt Ideen für den nächsten Blogbeitrag habe ich auf einmal nur noch Butterbrezen und Quarktaschen vor Augen.
E-Mail hat die moderne Business-Kommunikation zwar revolutioniert, inzwischen hemmt der elektronische Overkill aber zunehmend unsere Aufmerksamkeit und hält uns von der Arbeit ab. Laut einer Erhebung der Universität Cardiff brauchen wir für eine fünfsekündige Unterbrechung durch E-Mails im Schnitt jedes Mal 64 Sekunden, um uns wieder auf die davor bearbeitete Aufgabe zu konzentrieren. Damit Ideen und Projekte wieder die Aufmerksamkeit bekommen die sie verdienen, habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, die im Kampf gegen die E-Mail Flut helfen:
Blockbearbeitung: Alle Signale die über den Eingang einer neuen E-Mail informieren abstellen. Nachrichten sollten maximal 3- bis 4- Mal am Tag gebündelt abgerufen werden. Für die Bearbeitung der E-Mails wird jeweils eine halbe Stunde fest einplanen. So werden die meisten Mails nur einmal gelesen und auch direkt bearbeitet.
Klare Ablage: Nachrichten, die wichtige Informationen enthalten, werden in E-Mail-Unterordnern im Postfach abgelegt. Ich habe in meinem Postfach beispielsweise Extraordner für diesen Blog sowie für den Lexware Facebook-Account angelegt.
Anhänge speichern: Anhänge die noch gebraucht werden, direkt im entsprechenden Ordner auf der Festplatte speichern. Damit vermeidet man später die Suchen nach alten Mails.
Entmüllen: Alle Nachrichten die nicht mehr gebraucht werden, sollten sofort gelöscht oder in den jeweiligen Unterordner verschoben werden.
Die Infoflut eindämmen: Werden tatsächlich alle abonnierten Newsletter gelesen? Unwichtige Newsletter abbestellen und die restlichen Newsletter mit Hilfe des Outlook Regel-Assistenten automatisch in einen separaten Ordner „Newsletter“ laufen lassen. So verstopfen sie nicht die Inbox und können in einer ruhigen Minute gelesen werden.
Gruppenemails vermeiden: Wer kennt sie nicht, die E-Mails mit dem Betreff Re: Re: Re: Re: Re: XY. Besonders bei der Projektarbeit im Team sollte auf solche „Klopapier-Mails“ verzichtet werden, um Unproduktivität zu vermeiden und die Kommunikation im Team zu verbessern. E-Mails bieten zudem viel Raum für Missverständnisse, die sich im direkten Gespräch sofort klären lassen.
Grundsätzlich stellt sich die Frage: Sind E-Mails für die schnelle Kommunikation im Team oder mit dem Kunden überhaupt (noch) das richtige Medium? Oder sind neben dem persönlichen Gespräch Chat-Tools wie Skype oder der MSN Messenger nicht viel besser geeignet? Was meinen Sie dazu?