Bäcker Meyer backt die selben Brötchen wie sein Berufskollege Schmitz, gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite. Seine Verkäuferin trägt die selbe Schürze wie die gegenüber, er verkauft den selben Kuchen wie Schmitz, zu den selben Öffnungszeiten wie sein Mitbewerber. Und wenn Schmitz nun heiße Bockwurst verkauft, wird er das auch tun – und ihm nachmachen. Weil es schon immer so gemacht wurde. Seit 1891. “Dem zeig ich’s jetzt mal”, denkt er sich, während er ein Schild im Schaufenster anbringt: “10 Berliner kaufen, einen gibt’s gratis.” Im Marketing richtig positionieren? “Neumodischer Kram”, meint Meyer. “Ordentliche Werbung tut’s auch.” Und überhaupt: den Rest regelt doch der Preis.
Ganz anders bei Bäckermeister Junghans im Nachbarviertel. Zu ihm kommen viele Kunden von weit her, weil er berühmt für seine genussvollen Torten ist. Stadtbekannt ist er inzwischen, der Junghans. Der junge Bäcker musste kürzlich sogar umbauen, um sein Ladenlokal zu vergrößern. Und zwei neue Verkäuferinnen anstellen, damit sich nicht immer so lange Schlangen bilden. Und die hohen Preise zahlen seine Kunden gern. Besonders Sonntags drängeln sich Eltern und Kinder mit leuchtenden Augen in seiner Verkaufsstelle.
Wie positioniere ich mich richtig im Markt, um erfolgreich zu sein?








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