Beiträge zum Thema: Erfurt

Tag 5: Coworking in Erfurt – Coworking für Unternehmen und Angestellte

Angestelltenbüro in einem Coworking Space

Angestelltenbüro in einem Coworking Space


An meinem fünften Tag im Coworking Space Erfurt unterhalte ich mich mit Ralf Reschka. Er arbeitet als Angestellter eines Unternehmens im Coworking Space und nutzt ein eigenes Büro. Ralf Reschka ist Assistent des Vorstands der BigMove AG, einem Netzwerk von Spezialtransportunternehmen. Er hat projekt- und firmenübergreifende Aufgaben, kann sich hier kreativ frei entfalten und neue Ideen entwickeln, frei von unternehmensinternen Zwängen.

Coworking – Nicht nur für Freiberufler und Selbständige

Ralf Reschkas Tätigkeit in einem Coworking Space hat Vorbildcharakter für mittelständische und große Unternehmen, die verstärkt neugierig geworden sind. Die BOSCH AG wollte sich gleich mit dreißig Projektmitarbeitern einen kreativen Tag im Stuttgarter Coworking Space einrichten, auch im Betahaus Hamburg und bei anderen Spaces gab es bereits erste Anfragen von Firmen.

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Tag 4: Coworking in Erfurt – Frei und fair Handeln

Zahlen Sie eigentlich immer das, was auf einem Preisschild oder in einem Dienstleistungsangebot steht? An meinem vierten Tag im Coworking Space Erfurt beschäftigt mich freies handeln und feilschen um Preise.

Objekt der Handelsbegierde: ein Mousepad

Objekt der Handelsbegierde: ein Mousepad

Dieses kleine Reklame-Mousepad, das mir Robert für meinen Aufenthalt leiht, hat es mir angetan: es ist sehr klein, millimeterdünn, absolut rutschfest – was ich bei teuren Mousepads für zirka 20 bis 30 Euro bisher vermisst habe. Ich will es unbedingt haben und frage, ob ich es mitnehmen darf. “Es ist aber das einzige Mousepad, was wir an Gäste verleihen können. Außerdem war es eine Beigabe bei einem PC-Neukauf”, meint Robert. “Wieviel?”, möchte ich wissen. “Na, ich weiß nicht … nicht so gerne”, entgegnet der junge Geschäftsmann, Spezialist für Cloud Computing und webbasierte Datenintegration sowie Buchautor.

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Tag 3: Coworking in Erfurt – Selbständigkeit und zufriedene Partnerschaft

Liebe lohnt sich. Ich arbeite gerne viel: meine Familie oder mein Partner ist es mir wert. Man gönnt sich ja sonst nichts. Kann sich ein Unternehmer oder Freiberufler Liebe überhaupt leisten?

'Herzschatten'. Foto: Stefan Willuda. www.photocase.com

'Herzschatten'. Foto: Stefan Willuda. www.photocase.com

Heute arbeite ich den dritten Tag im Coworking Space in Erfurt – und heute ist internationaler Weltfrauentag, der sein hundertjähriges Bestehen feiert. In Deutschland einst ein Relikt der DDR, fand der Weltfrauentag nach der Wende auch schnell Anklang in den alten Bundesländern. Dort galt er lange Zeit nur als Feiertag für Emanzen. Ein Anlass, mich dem Thema “Partnerschaft und Selbständigkeit” zu widmen, insbesondere für Männer.

PS: Heute ist eher mein philosophischer Tag!

“Alle sind hier nur am trinken und laufen in albernen Kostümen rum. Dieser Weltfrauentag ist schlimm”.
Männlicher Foursquare-Nutzer vom Münchner Marienplatz, heute, 11:42 Uhr

Selbständige und ihre Beziehungsbilanzen

Wenn ich mich mit befreundeten Unternehmern und Freiberuflern manchmal unterhalte, kommt es mir oft vor, als wäre ihre Beziehung oder Familie wie eine Bilanz in der Buchhaltung, eine Liquiditätsrechnung oder Preiskalkulation. Soll oder Haben. Positiver oder negativer Cash Flow. Geben und Nehmen. Und, stimmt die Marge überhaupt?

Wir Selbständigen neigen dazu, unseren Beruf manchmal mehr zu lieben, als die, die uns lieben. Irgendwann werden aber Partnerin, Kinder oder Freunde unsere Ausreden wie “leider keine Zeit” oder unseren Begriff von “Wertigkeit” nicht mehr verstehen wollen. Sie verlassen uns – wie ein “Abschreibegut”. Nach nicht einmal drei Jahren.

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Tag 2: Coworking in Erfurt – Tagesziel stecken und erreichen

Erfolgreiches Zeitmanagement mit Tageszielen

Erfolgreiches Zeitmanagement mit Tageszielen. Foto: Jac

Heute verbringe ich meinen zweiten Arbeitstag im Coworking Space Erfurt. Er steht unter dem Motto: “Tagesziel stecken und erreichen”.

Viel zu lange haben manche Freiberufler und Selbständige alleine im Homeoffice vor sich hin gearbeitet und sich an ineffiziente Arbeitsweisen gewöhnt. Vielen Angestellten ergeht es nicht viel anders: aus Angst vor Intrigen und Machtspielen haben sie sich abgeschottet, arbeiten, um zu gefallen, nicht mehr, um etwas zur Selbstzufriedenheit zu leisten. Über die Jahre gewöhnt man sich daran. Coworking inspiriert und verführt daher gleichzeitig zur Ablenkung: es wird gequasselt, zu viel Zeit in der Teeküche verbracht oder dem Nachbarn auf die Tastatur geschaut. Ohne ein Tagesziel führt Arbeit schnell zum Frust, die Zeit verrennt im Flug und um 18 Uhr fragen wir uns, was wir überhaupt geschafft haben.

5 Anregungen fürs Zeitmanagement, damit Sie heute Abend zufrieden nach Hause gehen …

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Tag 1: Coworking in Erfurt – Ankommen

Arbeiten, wo es Freude macht: Heute in Erfurt. Foto: Jac

Arbeiten, wo es Freude macht: meine Woche in Erfurt. Foto: Jac

Als selbständiger Informations- und Kommunikationsdienstleister mangelte es mir in den letzten Tagen und Wochen an guten Ideen. Die kreative Energie war aufgebraucht und Abgabetermine sorgten für zusätzlichen Druck. Kurz: ein Burnout kündigte sich an – höchste Zeit für eine radikale Veränderung. Ich beschloss daher spontan, Leipzig für eine Woche zu verlassen und eine Woche in Erfurt zu arbeiten. Thüringens Landeshauptstadt ist eine der ältesten Städte Deutschlands, bekannt für seine zahlreichen Kirchen, etwa 50 an der Zahl, Türme und Brücken. Es existieren inzwischen drei Sushi-Bars (die ich nicht mehr missen möchte). Und in Erfurt befindet sich auch der einzige “Coworking Space” in Thüringen.

In solchen Bürogemeinschaften, die nicht mit klassischen Gemeinschaftsbüros oder mit Office Services vergleichbar sind, können sich Freiberufler, kleine Selbständige, aber auch Angestellte aus größeren Unternehmen, für 10 Euro am Tag einen Schreibtisch mieten, Internet-Flatrate über WLAN, Küche und Kopierer inklusive. Ein freundlicher, hilfsbereiter und sozialer Umgang untereinander steht dabei an erster Stelle. Coworking heißt: neben- und miteinander respektvoll arbeiten. Intrigen und Machtspiele, Gerangel, wer, was und wie viel zahlt, oder ein Kampf um den besten Platz, findet man hier vergeblich.

In den kommenden sechs Arbeitstagen berichte ich hier im Blog von meiner Arbeit aus dem Coworking Space Erfurt, über das Haus und die Menschen.

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