Teil 3: Wer will fleißige Handwerker sehen…

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Heute stellen wir Ihnen in unserem Themen-Spezial einen weiteren bloggenden Handwerksbetrieb vor. Herwig Danzer und Gunther Münzenberg betreiben seit 1988 die Massivholzschreinerei Die Möbelmacher in Kirchensittenbach mit 16 Mitarbeitern. Sie produzieren von A wie Arbeitsräume bis Z wie Zubehör alles für den Wohn- und Arbeitsraum aus Massivholz aus der Frankenalb. Die einzigartigen Möbelstücke sind ökologisch, regional und individuell gestaltet und lassen keine Kundenwünsche offen.

Herr Danzer, eigentlich sind Sie Germanist, wie kamen Sie auf die Idee eine Massivholzschreinerei zu gründen?
Ich hatte schon immer ein Faible für Holz und dessen Verarbeitung. Bereits 1982 gründete ich meinen ersten Betrieb, den Spielratz. Hier sammelte ich erste Erfahrungen. 1984 lernte ich Gunther Münzenberg beim Drachenfliegen, unserem gemeinsamen Hobby, kennen. Wie es der Zufall wollte, stellte sich heraus, dass Gunther Schreinermeister ist und wir beide ähnliche Vorstellungen von nachhaltiger Möbelproduktion haben. So nahm die Idee, ein gemeinsames Unternehmen gründen zu wollen, immer konkretere Formen an. 1988 war es soweit, die erste Werkhalle wurde eingerichtet und wir stellten die ersten Möbel her – natürlich aus Massivholz. 

Sie erwähnten das Stichwort „Nachhaltigkeit“. Wie sieht das konkret aus in Ihrem Betriebsalltag?
Wir sind immer bestrebt unseren Betrieb ökologisch vorbildlich, wirtschaftlich erfolgreich und sozial förderlich zu führen. Dies sind die drei Elemente der Nachhaltigkeit, die zum Ziel haben, die Zufriedenheit der Kunden und Mitarbeiter sowie natürlich den langfristigen Fortbestand des Betriebs zu gewährleisten. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet neben diesen Aspekten auch die Förderung der regionalen Wirtschaftskreisläufe. Dies gilt insbesondere für die Holznutzung und das Bewusstsein für Qualität, Individualität und Regionalität.

Sie präsentieren Ihre Grundsätze auf Ihrer Homepage, mit dem Ziel die Kunden zu informieren und von Vornherein bei der Gestaltung der Möbel mit einzubinden?
Richtig. Wir zeigen uns offen, kommunikativ und möchten den Kunden damit nicht nur informieren sondern auch einladen, sich inspirieren zu lassen. Wir haben zum Beispiel eine Möbelausstellung mit knapp 300m². Diese soll aber nicht allein dem Verkauf dienen, vielmehr haben unsere Kunden die Möglichkeit Ideen für ihre eigenen individuellen Möbel zu sammeln. Auch ein Blick in unsere Werkstatt und das Holzlager gibt unseren Kunden das Gefühl, an der Entwicklung der Möbel teilzuhaben. Zudem nutzen wir seit langem die Möglichkeiten des Internets bzw. des social media Umfelds, um uns zu zeigen. So können wir uns schnell ins Gespräch kommen und in einen Dialog treten.

Dafür müssen Sie sicher einiges tun. Worauf kommt es an, wenn man in den Weiten des World Wide Web auf sich aufmerksam machen möchte?
Natürlich ist es wichtig authentisch und aktuell aus dem Betriebsalltag zu berichten. Aber ein Unternehmen, das sich ins web 2.o begibt, sollte sich vor allem über die Ausrichtung seiner Kommunikation im Klaren sein. Wer nur klassische Werbung betreibt gewinnt im Zweifel keinen Blumentopf. Es empfiehlt sich lesenswerte Inhalte anzubieten. Bei uns ist es das Thema Nachhaltigkeit. Wir verknüpfen in unserem Blog Informationen und Geschichten aus dem Betriebsalltag und bieten damit einen hohen Nutzwert für den Kunden. Wir zeigen uns und laden die Kunden ein, dabei zu sein. So sieht man beispielsweise in unserem Video „Vom Baum zum Tisch“ wie wir arbeiten. 

…aber das ist sicher noch nicht alles? Wie vernetzen Sie sich, damit Sie gefunden werden?
Es ist wichtig, immer im Gespräch zu bleiben. Wir haben ein großes Netzwerk, kennen und treffen viele Personen, die sich ebenfalls mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen. Wir können aufeinander verweisen und je öfter unsere Namen fallen, bzw. wir mit einem Thema in Verbindung gebracht werden, um so eher werden wir auch gefunden. Wir knüpfen auch Kontakte zu anderen Internetaktiven. So habe ich z.B. das Twizzaessen ins Leben gerufen. Hier trifft sich regelmäßig die fränkische Twittererszene. Mein Tipp: Es lohnt sich verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren und so auf sich aufmerksam zu machen. Wichtig ist es für Ideen offen zu sein. Wer sich stets weiterentwickelt, wird auf Dauer Erfolg haben. Wie ich bereits sagte, alles liegt in der Nachhaltigkeit.

Herr Danzer, wir bedanken uns für das Gespräch.

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