Zum ersten Mal fand die SEO Campixx in Verbindung mit einer ganzen Reihe von spannenden Thementagen im Rahmen der Campixx Week in Berlin statt. Über insgesamt eine Woche konnten sich Teilnehmer von spannenden Referenten lehren, inspirieren und reizüberfluten lassen. Wir von Lexware waren als Hauptsponsor vor Ort.
Im Folgenden findet ihr unsere Zusammenfassung von einer Woche Online Marketing at its best.

 

Campixx Week Tag1: Neuromarketing Day

Los ging die Woche mit dem Neuromarketing Day. Hier drehte sich alles um das Thema Emotionen im Online Marketing. In der Key Note lieferte Gabriel Beck einen ersten Eindruck, ob es sich beim Thema Neuromarketing um ein Buzzword oder tatsächlich um einen Wachstumshebel im Online Marketing handelt. Über den gesamten ersten Campixx-Tag verteilt konnten sich die Teilnehmer unter anderem darüber schlau machen, wie Emotionen unser Verhalten beeinflussen, welche Neuromarketing Tipps bei Adwords helfen oder welche Behavioral Patterns zu mehr Conversions verhelfen können. In seinem Vortrag „Behavioral Patterns – 10 Methoden für mehr Conversions“ lieferte Nils Kattau zehn Methoden mit deren Hilfe die Conversion verbessert werden kann. Dabei ging er speziell auf diese Themen ein:

  1. Halo Effect
  2. Skim/Scan/Read
  3. Trust
  4. Try Out & Curiosity
  5. Scarcity
  6. Social Proof & Herding
  7. Anchoring
  8. Free
  9. Loss Aversion
  10. Exclusivity

Auf unterhaltsame und spannende Weise, mit vielen Beispielen und Anregungen, zeigte er wie diese Behavioral Patterns eingesetzt werden und was sie bewirken können. Besonders interessant war auch die kritische Beleuchtung des gesamten Themas, so dass auch die Limits und Gefahren zum Thema Neuromarketing aufgezeigt wurden. Während der Pausen und des Abendprogramms bot sich den Teilnehmern viel Raum um über die spannenden Vorträge zu diskutieren, sich auszutauschen und kennen zu lernen

von Carmen Scherzinger

 

Campixx Week Tag 2: Media Day

Am zweiten Thementag der Campixx Week, dem Media Day, erwartete die Besucher ebenfalls spannende Referenten.

Media - Day auf der Campixx Week
Media – Day auf der Campixx Week

So bekamen die Teilnehmer unter anderem wertvolle Tipps rund um das Thema Reichweitenstärkung von YouTube-Kanälen und Video Marketing. Ivan Galileo ging in seinem Vortag „Videomarketing mit YouTube & Co“ auf die vielen Möglichkeiten des Videomarketings ein. Dabei gab er einen interessanten Gesamtüberblick über das Thema und viele Tipps von der Videoproduktion bis hin zur Verbreitung von Videos.
Spannend waren an diesem Tag auch die Einblicke in das Thema Virtual Reality und dessen aktuellen Stand sowie in das Thema YouTube-Netzwerke. Doch auch die technische Seite des Themas kam nicht zu kurz: Ob es nun darum ging, welche Hardware passend für welche Situation ist, welche Hinweise es zum Umgang mit RAW-Daten gibt oder welche Erfahrungen und Tipps aus der Videopraxis und zur Videoerstellung hilfreich sind, gab es hier spannende und informative Vorträge ganz aus dem praktischen Arbeitsalltag.

von Carmen Scherzinger

 

Campixx Week Tag 3: Creativity Day

Das Thema des dritten Tags der Campixx Week: Kreativität. Spannendes Thema, denn sind wir nicht alle ständig auf der Suche nach einer zündenden Idee? Immerhin sind gute Ideen meist der Schlüssel zum Erfolg.
Der Creativity Day bot verschiedene Ansäte, woher kreative Ideen überhaupt kommen, wie man Kreativität erlernen kann und viele Beispiele für kreative Aktionen.
Hier ein Einblick in die von mir besuchten Sessions.

Vortrag: Gute Ideen sind kein Zufall. Woher kommen und gehen sie?
In den Creativity Day führte Christoph Burkhardt mit seiner beeindruckenden Keynote zum Thema „Gute Ideen sind kein Zufall. Woher kommen und gehen sie?“ ein.
Ein paar interessante Auszüge:

  • Wir sind viel zu oft auf der Suche nach einer Durchbruchsidee. Das ist problematisch, da wir dabei immer wieder vergessen, dass sich die besten Ideen langsam, also evolutionär, entwickeln. Manchmal lohnt es sich, nicht weiterverfolgte Ideen zunächst in der Schublade verschwinden zu lassen, da diese eventuell erst in der Zukunft relevant werden.
  • Auf der Suche nach einer guten Idee sollten wir uns auf keinen Fall entmutigen lassen. Häufig werden unsere Ideen nämlich bereits im Anfangsstadium wieder zerstört. Das liegt daran, dass wir von unseren eigenen Ideen überzeugt sind und die Ideen anderer zunächst kritisch gegenüberstehen. Wer mal wieder in dieser Situation steckt, sollte dann an das motivierende Zitat von Mahatma Gandhi denken: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ Und deshalb immer weiter kämpfen.
  • Es lohnt sich, jeder noch so chaotischen Idee eine Chance zu geben. Albert Einstein hat einmal gesagt: „Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erschien.“ Insbesondere in einer Brainstorming-Session ist die Trennung von Ideen-Produktion und deren Bewertung deshalb unbedingt zu trennen.
  • Zum Schluss hatte Christoph Burkhardt noch einen guten Tipp zum Thema Brainstorming. Jeder Teilnehmer sollte sich bereits vorher 5 Ideen überlegen und aufgeschrieben mitbringen. Dieses Vorgehen verhindert, dass man während des Brainstormings darüber nachdenkt, ob die eigene Idee gut genug ist und im Zweifel nichts beiträgt. Der große Vorteil: Im Ergebnis werden viele Ideen erzeugt, die die anderen Teilnehmer wiederum inspirieren so viele tolle Ideen entstehen können.

Vortrag: Entspannungstechniken für Kreative. Sieger setzen auf die Ruhe vor der Idee.
Wie man die Voraussetzung für kreative Ideen schafft, hat uns Andreas W. Tautz in seinem Vortrag aufgezeigt. Die typischen Erfolgskiller Stress, Überforderung, Zweifel, Unruhe oder Ablenkung kennen wir vermutlich alle. Das Problem dabei: Negative Emotionen benötigen extrem viel Energie. Alleine bei der Ablenkung durch z. B. ein Smartphone benötigen wir ca. 20 Minuten, um voll konzentriert weiterarbeiten zu können.
Wer kreative Ideen haben möchte, sollte deshalb zuerst zur Ruhe kommen. Einige Entspannungstechniken hat Andreas W. Tautz in seinem Vortrag vorgestellt. Neben „klassischen“ Techniken wie der Meditation oder dem Powerschlaf hat er auch Methoden vorgestellt, die wir ganz leicht in unseren (Arbeits-)alltag einbauen können. Hier ein Überblick:

  • Atmen (Aufmerksamkeit auf die Atmung)
  • Bodyscan (Gedankliche Körperreise, Fokus auf den eigenen Körper)
  • Selbstinstruktion (Einreden, Mantra)
  • Gedankenstopp (Grübeln mit Stopp beenden, Phantasiereise)
  • Achtsamkeit (auf Essen, Trinken, Musik)
  • Autogenes Training
  • Thai Chi, Chigong, Yoga
  • Bewegung (Joggen, Walken oder auch Putzen)
  • Powerschlaf (nur 5-20 Minuten)
  • Meditation

 

Vortrag: Kreativ mit Sketchnotes
Was Sketchnotes sind? Das wusste ich vor dem fantastischen Workshop mit Ines Schaffranek auf der Campixx Week auch nicht. Im Prinzip sind Sketchnotes gezeichnete Notizen, d. h. mithilfe von Bild-Text-Kombinationen dargestellte Informationen.  Um es mit den Worten von Ines Schaffranek zu sagen: „Sketchnotes zeichnen ist wie denken mit dem Stift.“
Der Vorteil: Mit Sketchnotes lassen sich die eigenen Gedanken ganz leicht strukturieren und visualisieren. Und dafür muss man nicht einmal zeichnen können. Das hat uns Ines Schaffranek in ihrem Workshop auch sofort bewiesen, denn es ging sofort los: Zuerst haben wir uns an einfachen Textcontainern, Sprechblasen oder Pfeilen versucht. Dann ging es weiter mit einfachen Menschen, ausdrucksstarken Gesichtern und verschiedenen Formen aus unserem Arbeitsalltag. Nach einigen Seiten bekritzeltem Papier war der Workshop auch schon viel zu schnell zu Ende. Das Ergebnis? Hier einige meiner ersten Sketchnotes.

Sketchnotes von Cathrin
Sketchnotes von Cathrin

Sketchnotes-Zusammenfassungen der SEO Campixx von Ines Schaffranek gibt es hier.

Vortrag: Radikale Ideen mit Guerilla Aktionen
Hendrik Unger verstand es, das Thema des letzten Vortrags live vorzuführen. Im ganzen Hotel am Berliner Müggelsee hat Hendrik zusammengefaltete 50€ Scheine verteilt. Von weitem: Erschreckend echt. Aus der Nähe: Eine pfiffige Einladung zu seinem Vortrag.
Erfolgreiche Beispiele für Guerilla Marketing in der Praxis sind z.B. die „Kassensymphonie“ von Edeka oder der „Drama Button“ des belgischen Fernsehsenders TNT.
Der typische Aufbau dieser Guerilla Aktionen:
1.    Alles ist normal (die Ruhe vor dem Sturm)
2.    Verwunderung (Moment of Change)
3.    Begeisterung (Voller Erfolg)
Das Ziel einer Guerilla Aktion besteht darin, sich in das Gedächtnis der Nutzer einzubrennen und wie ein Virus im Internet verbreitet zu werden.  Nicht zu unterschätzen ist deshalb die Online Begleitkampagne. Denn nur eine große Online Reichweite bringt einen Guerilla Stunt zum Leben.

von Cathrin Dinner

 

Campixx Week Tag 4: Communication Day

Inspiriert von den Entspannungstechniken am Creativity Day bin ich mit dem Meditations-Kurs von Hanna Tempelhagen um 7 Uhr voll motiviert in den Communication Day gestartet. Dieser gewährte spannende Einblicke in die Themen Branding, Social Media, Public Relations sowie die Unternehmenskommunikation.

Hier die Zusammenfassung der von mir besuchten Sessions:

Vortrag Brand Bible als Direktmarketing Instrument
In seinem Vortrag zum Thema „Brand Bible als Direktmarketing Instrument“ referierte Henning Schulze im Gegensatz zu den meisten anderen Speakern ganz ohne Power Point Präsentation. Der große Vorteil: Er konnte gezielt auf individuelle Fragen sowie den Kenntnisstand der Teilnehmer eingehen und seinen Vortag flexibel gestalten.
Los ging es zunächst mit einem Abriss zum Thema Brand Bible, also dem Markenhandbuch. Diese beinhaltet z. B. die Werte einer Marke, die Positionierung, die Zielgruppenbeschreibung, die Corporate Language bzw. die Corporate Identity oder auch ein Unternehmensleitbild. In den meisten Unternehmen ist die Brand Bible ein ausschließlich internes Instrument für Shareholder, Stakeholder, Agenturen und Mitarbeiter. Henning Schulze wirft in seinem Vortrag die Frage auf, warum Unternehmen Ihre Brand Bible eigentlich vor den Kunden verstecken.
Fakt ist, dass unsere Gesellschaft immer transparenter wird. Die Unternehmen aber bleiben intransparent. Henning Schulze bezeichnete es als problematisch, dass oft die Inhalte des Unternehmensleitbildes wie z. B. die Mission und die Vision weder an die Öffentlichkeit kommuniziert werden, noch das tägliche Handeln beeinflussen.
Vielen Marken würde es aus diesem Grund helfen, transparenter zu werden und die für die Öffentlichkeit relevanten Inhalte der Brand Bible öffentlich zu kommunizieren und danach zu leben. Schlussendlich bedeutet mehr Transparenz nämlich auch, dass die Loyalität der Kunden zu einem Unternehmen gestärkt wird, da sich diese mit den der Mission, Vision etc. des Unternehmens identifizieren können.

Das Lexware-Team auf der Campixx
Das Lexware-Team auf der Campixx

Vortrag: Virales Marketing im Social Web
Ein trojanisches Pferd im Marketing? Mit einem trojanischen Pferd vergleicht Hendrik Unger in seinem Vortrag einen viralen Marketing-Stunt. Wie man zu einem erfolgreichen Stunt kommt und was man dabei beachten muss, hat er uns mit vielen Beispielen sehr anschaulich dargestellt.
Welche 5 Punkte zu beachten sind hier im Überblick:

  1. Zündende Idee: Am Anfang eines viralen Marketing-Stunts steht immer eine zündende Idee, denn es gilt: Nicht jede Idee geht viral, aber ohne gute Idee geht viral nichts.
  2. Perfekte Quelle: Der Stunt sollte immer aus visuellem Content bestehen, da visuelle Reize viel schneller ins Gehirn gelangen. Am besten funktioniert Bewegtbild, da in einem Video besonders gut Emotionen transportiert werden können.
  3. Richtige Technik: Die Seeding-Strategie des Marketing-Stunts sollte bereits vor der Produktion festgelegt und nicht dem Zufall überlassen werden. Bei einem Video ist beispielsweise auch das Video-SEO nicht zu vergessen.
  4. Initialer Auslöser: Das virale Objekt muss direkt nach der Veröffentlichung gefunden werden können. Zudem sollte das Objekt schnell verbreitet werden, denn es gilt: Je kürzer die Zeitspanne, desto viraler der Effekt.
  5. Traffic lenken: Wichtig ist, dass sich das virale Objekt nachhaltig im Internet verankert. Ein Nutzer, der das Objekt gesehen hat, sollte deshalb explizit zu weiteren Handlungen aufgefordert werden. Das Ziel: Noch mehr Klicks zu generieren.

Vortrag: Crashkurs Corporate Wording
Um die richtige Sprache, mit der ein Unternehmen seine Kunden ansprechen sollte, ging es im „Crashkurs Corporate Wording“ von Birgit Scheuch.
Generell besteht die Unternehmenssprache aus 3 Aspekten, die man beim Texten berücksichtigen sollte:

  1. Sprachklima: markenkonform (wiedererkennbar) und kundenrelevant
  2. Stil: leserfreundlich und mediengerecht
  3. Wortlaut: Terminologie und Schreibweisen

Besonders faszinierend war aus meiner Sicht die Vorstellung der 4-Farben-Sprachmethode. Menschen kann man danach generell auf 4 Ebenen ansprechen, wobei jede Ebene quasi einer Farbe zugeordnet ist. Wörter lassen sich demnach mit einer dieser Funktionen verknüpfen:

  • Blau: rational informieren
  • Grün: fundiert darstellen
  • Gelb: impulsiv inspirieren
  • Rot: emotional stimulieren

Um die richtige Ebene bzw. Farbe für die Kundenkommunikation zu finden, können sich Unternehmen aus diesen 3 Strategien bedienen:

  1. Wir kommunizieren in der Farbe, in der wir uns selbst positioniert haben.
  2. Wir kennen unsere Kunden nicht und kommunizieren deshalb in einem ausgewogenen Farb-Verhältnis.
  3. Wir kennen unsere Kunden und sprechen sie in der passenden Farbe an.

Der Tipp zum Schluss: Mit dem Word-Plugin „4D Wording Optimizer“ lässt sich jeder Text auf Knopfdruck nach dem Prinzip der 4-Farben-Sprachmethode analysieren. Das werde ich auf jeden Fall demnächst ausprobieren.

Vortrag: Wie läuft PR wirklich? Wie komme ich in die Zeitung?
Die letzte Session des Communication Day zog noch einmal viele Zuhörer an. Maximilian Muhr und Yasmin Langhans haben uns sehr anschaulich den Weg aufgezeigt, wie es uns gelingen kann, in die Zeitung zu kommen.

  1. Was ist interessant?
    Zunächst stellt sich die Frage, welche Nachrichten eigentlich interessant sind. Das sind insbesondere Nachrichten zu diesen Themen: Prestige, Innovationen, Emotionen, Heiterkeit, Sex, Promis, Technik, Vorteile, Gefahr.
  2. Welche Werte sollte eine Nachricht haben?
    Eine Nachricht sollte jedoch nicht nur Interesse wecken, sondern auch bestimmte Eigenschaften, die sogenannten Nachrichtenwerte erfüllen: Neuigkeit, Nähe (Lokalität), Tragweite, Prominenz, Dramatik, Kuriosität, Konflikt, Gefühl / Sex, Fortschritt
  3. Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen?
    Im nächsten Schritt ist zu definieren, wer mit der Nachricht angesprochen werden soll. Hierbei gilt der Grundsatz: Alle ist keine Zielgruppe. Wie sich Zielgruppen definieren lassen, ist hier übersichtlich zusammengestellt. (http://www.verbraucheranalyse.de/publikationen/zielgruppenmodelle)
  4. Welche Story erzähle ich?
    Zum Schluss fehlt noch eine gute Story, die um die Nachricht gebaut wird. Hierfür ist es z. B. sinnvoll, mögliche Ideen in einem Team zu entwickeln und anschließend zu bewerten.
von Cathrin Dinner

 

Campixx Week Tag 5: Inbound Marketing Day

Am Freitag zeigte Dr. Asokan Nirmalarajah gleich in der ersten Session „Inbound-Strategie Infografik“ anhand seines Praxisbeispiels wie man eine Infografik erstellt, eine Seeding-Strategie entwickelt und so mit relativ geringem Budget für eine große Verbreitung sorgt. Die linkbird-Infografik: Content Marketing im SEO.
Wie man Sexy Infoprodukte in 24h erstellt zeigte uns Christoph Gruhn. Ratgeber, Hörbücher, Komplettpakete, Videokurse und Coachings bilden hier die Hauptbestandteile. „Rock your business with G+ Hangouts“ hieß es im Anschluss. Wie man das Instrument Hangouts im Marketing besonders klug einsetzt, sich in den Communities engagiert, einen Trailer und die Eventpage erklärte Kerstin Reichert kompakt in Ihrem Vortrag.
Mit nervtötenden Fröschen und flächendeckendem Wifi startete Sascha Pallenberg, Gründer von mobilegeeks, seinen Vortrag zum Tech-Blogging. Im Netz gibt es laut Sascha Pallenberg aufgrund der Transparenz keine Objektivität, denn „Niemand ist objektiv, unsere Subjektivität ist die Objektivität von morgen.“ Danach ging es um die Monetarisierungsprobleme von Blogs und Online-Magazinen durch AdBlocker. Umgangen werden kann dies mit echten Geschichten von Sponsoren, die exklusiv vergeben werden und nicht an den Massenmarkt. Auch um sich aus dem Griff von Google und den Vermarktern zu lösen. Auch den Traffic aus den sozialen Netzwerken sieht Sascha Pallenberg als wertvoller an. Er ist zwar nicht zwingend nachhaltig, dafür aber „echt“ und steigert die Interaktion und Viewtime.

Beim Small Talk mit Sascha Pallenberg
Beim Small Talk mit Sascha Pallenberg

Zum Schluss gab es neben dem Testen und anfassen neuster Hardware aus Asien noch einen wichtigen Tipp mit auf den Weg: Reach ist nicht gleich Relevanz.
Der letzten Vortrag des hochspannenden Tages von Christoph Burseg handelte von „5 Youtube-Nischen die erschreckend erfolgreich sind.” In vielen tollen Beispielen wurde erklärt wie man relativ einfach viele Views auf YouTube erreichen kann. Allerdings bewegt man sich in der ein oder anderen Nische am Rande des von Content-ID erlaubten. Beispielsweise bei Songtexten. Hier nutzen einige gewitzte Channelinhaber bspw. nachgesungene Songs um sich im Graubereich des Erlaubten zu entfalten.

von Jan Haas

 

Tag 6+7: SEO Campixx

Der Samstag läutete erfahrungsgemäß die heißbegehrte SEO-Campixx ein – heiß begehrt, da sich die Teilnehmerzahl schlagartig von etwa 200 auf über 500 erhöhte und sich somit auch die Zahl an verfügbaren Vortragsräumen vervielfachte. Das Wochenende wurde begleitet von einem bunten Rahmenprogramm, welches besonders am Samstagabend zu langem Netzwerken einlud.

Der Samstag startete mit einer Keynote der etwas anderen Art: Media-Zauberer Andreas Axmann begeisterte mit seiner Ipad-Show „Media Magic“ den vollen Saal und brachte einen guten Start ins Wochenende.

Zum Start erklärte Marcus Tandler, ganz ohne Folien und mit offenen Worten eindrucksvoll von seinem Besuch bei Yandex in Moskau. Grundtenor dabei war das Links als direkte Rankingfaktoren in den nächsten Jahren an Bedeutung verlieren. Felix Beilharz stellte eindrucksvoll dar wie man sich abseits der SEO-Szene zum Online Marketing Experten positionieren kann. Als Speaker, Autor und Interviewpartner im TV aufzutreten sind dabei keine unwesentlichen Bausteine.
Als SEO-Experte kam man anschließend voll auf seine Kosten: Von einer professionellen Siteclinic mit Maximilian Bloch und Christoph Baur, über die richtige Usability mit Professor Martin Aubele bis zur erfolgreichen Conversion Optimierung dank Landingpage-testing mit Miriam Hollerbach. Olaf Kopp füllte daraufhin mit seinem Vortrag „Von Themenrecherche zur semantischen Keyword-Analyse“ den Vortragsraum bis zum letzten Stehplatz. Immer im Hinterkopf behalten: Betrachtungsebene und Suchtintention.

Der Lexware Bike Slotcar Contest
Der Lexware Bike Slotcar Contest

Das Abendprogramm startete pünktlich. Zur Stärkung aller Teilnehmer standen vor dem Hotel ein Pasta-Foodtruck und 2 mobile Hähnchen-Wagen bereit. Währenddessen wurde der Lexware-Saal stark umgebaut und abendtauglich gemacht:
Die Teilnehmer konnten beim Lexware-Bike-Slotcar-Contest ein Scott Spark 760 als Hauptpreis gewinnen. Die flinkesten Beine hatte Simon Mader und heimste damit überglücklich das Scott-Bike ab.

Der Gewinner des Lexware Bike Slotcar Contests
Der Gewinner des Lexware Bike Slotcar Contests

Im Flugsimulator konnten die Teilnehmer im Anschluss ihr Geschick bis zum Absturz beweisen. An meterlangen Tischkickern wurden Teamfähigkeit und Networking getestet. Im Nachbargebäude wurden die gelernten Guerilla-Taktiken beim Laser-Tag angewandt. Ab 20 Uhr kosteten 8 Teilnehmer inklusive dem Veranstalter Marco Janck ihre Grenzen beim Chili-Contest. Gewonnen hat am Ende die einzige Frau der Runde, Kerstin Reichert.
Weiter ging es mit „Wer wird SEOnär“, wo die Fragen nicht einfach, die Kandidaten aber wohlwissend waren. Zu gewinnen gab es reichlich konferenz-Tickets und Schnaps. Am Ende übernahm der DJ und ein langer Samstagabend fand ein ebenso langes Ende beim Netzwerken in der Captain´s Bar.

Der Campixx-Sonntag startete unter Berücksichtigung des vorigen Abends etwas später, damit auch die letzten Networker ihren Weg zu den Vorträgen finden konnten. Auch am zweiten SEO-Campixx-Tag war die Auswahl der Vorträge zum Thema SEO gut getroffen. Marius Fröhlich von Gruner + Jahr zeigte dabei seine Erfahrung bei dem Aufbau eines Website-Projekts für die Nischenzielgruppe Rentner & Senioren. Der Vortrag zu A/B Test von Nils Kattau war leider bereits 10 Minuten vor Vortragsbeginn restlos ausgebucht, doch die anderen Vorträge machten dies wieder wett. Nach 5  Sessions war um 17:15 Uhr die Campixx 2015 zu Ende.

von Ulrich Trusch und Jan Haas

Ein voller Erfolg, den man glaubt nicht mehr toppen zu können, bis man nächstes Jahr wieder in Berlin steht.

Kommentare

  1. Pingback: Recapsammlung - :
  2. Hi!

    Vielen Dank für die Erwähnung. Allerdings sind wir von Seokratie und haben mit Karate nichts zu tun (du hast Seokaratie geschrieben). 🙂 Viele Grüße aus München Julian

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